TT PoS X

Röhrenverstärker klingen erst richtig nach Röhre, wenn diese weit aufgedreht werden, was aber dazu führt, dass die Lautstärker u.U. auf einem unerträglichen Level liegt. Um die Ausgangsleistung auf ein erträgliches Mass abzusenken, muss die erzeugte Energie wieder vernichtet werden, mas in der Regel mittels Widerstandsketten erfolgt.

Allerdings reicht es nicht einfach einen Lastwiderstand irgendwo zwischen Verstärkerausgang und Lautsprecher zu schalten sondern es muss hierbei einiges beachtet werden:

a) Impedanz

b) Leistung

 

Der vorliegende Schaltplan und Layout-Plan zeigt eine einfach und kostengünstig zu realisierende Lösung für solch einen Lastwiderstand (engl. Attenuator). Die Last ist ausgelegt für 50 Watt Maximum ohne zusätzliche Kühlung, eingebaut in ein Metall-Gehäuse. Um die Kosten zu reduzieren wurde auf eine Hochlast-Drehpoti verzichtet und statt dessen einzelne Lastwiderstände verwendet, welche über den Schalter S2 miteinander verschaltet werden und somit die Höhe der Leistungsreduzierung bestimmen.

Die Anpassung der Impendanz erfolgt über die Widerstände R8, R9 udn R10 welche auch die eigentliche Arbeit verrichten und entsprechend warm werden. Über den Schalter S3 erfolgt die Auswhal der gewünschten bzw. benötigten Impedanz - also eigentlich ein recht einfacher und selbsterklärender Aufbau.

Über den Schalter S1 kann die komplette Dämpfungseinheit umgangen werden sodass dann am Ausgang die gleiche Leistung wie am eingang ansteht. Vorsicht aber bei hoher Dämpfung und grosser Lautstärke: in diesem Fall die Umschaltung mit Bedacht durchführen.

 

Eine kleine Besonderheit stellt der Mini-Tonestack da, der über den Schalter S4 angesprcchen wird. Der Sinn dieser Schaltung ist einen möglichen Höhenverlust der über das Widerstandsnetzwerk erzeugt wird, auszugleichen. Hierbei werden hohe Frequenzen einfach an den Lastwiderständen zu dem Ausgangssignal wieder beigeführt.

 

Ferner ist in der Schaltung noch ein einfacher Line-Out enthalten, der aber für die eigentliche Funktion des Attenuators nicht benötigt wird. Man kann über diesen Line-Out das Signal nochmals abgreifen und in andere Verstärker-Stufen speisen oder auch wieder auf den eigentlichen Amp zurückführen sofern dieser mehrere Eingänge hat.

 

Hier ein paar Bilder zum möglichen Aufbau der SChaltung. In dem Beispiel wurde alles in ein Hammond 1444-16 Alu-Gehäuse gebaut. Dies ist ausreichend gross und die Bauteile lassen sich bequem plazieren und befestigen.

Für die Verkabelung wurden Silikon-Leitungen verwendet. Die Montage der Lastwiderstände selbst erfolgte auf Distanzbolzen. Man kann diese aber auch genausogut direkt auf das Alu-Gehäuse aufschrauben.

 

 

hier noch die Ansicht von vorne und von hinten:

 

Der Schaltplan

 

Der Layout-Plan

Dies ist nur ein Beispiel wie der Aufbau erfolgen kann. Man muss ihn nicht so machen sondern kann ihn je nach Platzbedarf bzw. Anwendungszweck auch anders ausführen. Die Schaltung ist unkritisch gegenüber Einstreuungen etc. und lässt sich problemlos anders auslegen.

 

Material-Liste

 

Anzahl Bauteil Plannummer Artikelnummer
1 Widerstandssatz R1-R6, R8-R10 kit-pos50-r
1 Widerstand R7 rmo-4k7-2
1 Widerstand R11 rmo-47k-2
1 Poti 10k log P1 apo16-10log
3 6,3 mm Buchse J1,J2,J3 cl1160
1 4,7µF / 100 V C1 crt-4.7-100
1 Schalter S1 xsw17
1 Drehschalter S2 xsw19
2 Drehschalter S3,S4 xsw18
1 Gehäuse (Vorschlag)   ha1444-16
1 Leitung   sil05-s
1 Leitung   sil05-b
       
       

 

 

 

 

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