TT 5Ä3

Zweifellos gehört der 5E3 zu den bekanntesten Verstärkern aus dem Hause Fender und erfreut sich trotz oder auch wegen seines hohen Alters von über 60 Jahren sehr großer Beliebtheit, sowohl bei Musikern als auch in der DIY-Szene.

5Ä3Belegt wird dies durch unzählige, auch kommerzielle, Nachbauten und Clone, obwohl der 5E3 nicht gerade bekannt für eine einfache Handhabung ist. Dennoch hat er Musikgeschichte geschrieben, durch seinen unverkennbaren Sound und eigenwilliges Übersteuerungsverhalten - oder wäre ein Neil Young ohne 5E3 möglich gewesen? Wir wissen es nicht, aber wir wissen was unsere DIY-Gemeinde wünscht und der 5E3 steht dabei ganz oben auf der Liste.

Nachdem seine kleine Schwester Emma aus unserer LoW-Serie bereits sehr erfolgreich ist, haben wir uns Ende 2016 dazu entschlossen auch den großen Bruder als Bausatz mit ins Programm zu nehmen.

Aber braucht man wirklich noch einen weiteren 5E3 Bausatz? Sicherlich nicht! Weshalb wir bewusst auf eine 1:1 Kopie verzichtet und stattdessen einen 5E3 zusammen gestellt haben, bei dem zahlreiche bekannte und erfolgreiche Modifikationen, aber auch einige Wünsche unserer Kunden fester Bestandteil des Verstärkers sind.

Herausgekommen ist ein hochgradig flexibler 5E3 der richtig "oldschool" aber auch modern und frisch klingen kann und das Maximum aus der Schaltung und dem Konzept heraus holt.

Die Änderungen

Im Folgenden eine kurze Auflistung der Änderungen am Original sowie deren Auswirkung.

a) Getrennte Kathodenwiderstände an V1 für Normal- und Bright-Kanal, wodurch die beiden Kanäle unabhängiger voneinander werden und arbeiten.

b) Der Normal-Kanal wurde um einen zuschaltbaren Tonestack erweitert welcher durch ein Push-Pull Potentiometer aktiviert wird. Dies ermöglicht vielseitige Einstellungen und erweitert das Klangspektrum enorm. Von vielen Kunden wurde immer wieder der Wunsch nach mehr Höhen beim 5E3 geäußert. Mit dieser Erweiterung wurde der Wunsch erfüllt.

c) Negative Rückkopplung, über Push-Pull Potentiometer schaltbar. Auch immer wieder oft gewünscht, insbesondere wenn (Boden)Effekte zum Einsatz kommen. Durch NFB arbeitet die Endstufe "kontrollierter".

d) Pentoden- und Triodenmodus schaltbar. Neben der Leistung gibt es auch klangliche Unterschiede zwischen Pentoden (Normalfall) und Triodenbetrieb, auch sind Auswirkungen auf das Übersteuerungsverhalten feststellbar.

e) Kathodenbias / Fixed-Bias schaltbar, mit Biaseinstellmöglichkeit auf der Platine. Ein Wunsch von einigen Forums-Mitgliedern. Der Grundlegende Effekt ist zum Teil ähnlich dem NFB bzw. dem Pentoden/Trioden-Modus, der Verstärker klingt ggf. aber bei starker Übersteuerung "straffer".

f) Master Volume. Dazu muss man jetzt sicherlich nichts weiter schreiben.

g) Koppelkondensatoren mit geringeren Kapazitäten für einen „aufgeräumten“ Bassbereich. Diese Maßnahme dient in erster Linie der Straffung der Basswiedergabe.

h) Gridstopper vor dem Kathodyn-Phaseninverter um unangenehme Verzerrungen bei Übersteuerung zu vermeiden. Auch ein bekanntes Problem des 5E3 bei stärkerer Übersteuerung welches hiermit (fast) eliminiert wird.

 

Alle weiteren Details können den Schalt- und Layoutplänen entnommen werden

Resourcen

Schaltplan als PDF (2 Seiten, DIN A 4)

Layoutplan als PDF (1 Seite, DIN A 3)

Bauteile

Der 5Ä3 ist als  Bausatz im Shop aufgeführt, zusammen mit weiteren Produkten rund um den 5Ä3 bzw. 5E3.

Warnung !

Vorsicht beim Nachbau. Auch wenn dieser Verstärker nicht viel Leistung hat so arbeitet er dennoch mit Spannungen die Gefahr für Haut und Haar darstellen können, weshalb sich dieser Verstärker NICHT als Anfängerprojekt eignet !
Das Lesen und Verstehen von Schaltplänen, der Umgang mit Meßgeräten sowie grundlegenden Erfahrungen mit Spannungen über 60 V sollten als Voraussetzung für den erfolgreichen Auf- und Nachbau vorhanden sein.

Bilder

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