Hot Lukas

Die ursprüngliche Idee beim HotLukas war die Matchless "Hot Box" um eine kleine ECC99 Endstufe zu erweitern - doch leider entsprach das Ergebnis nicht unseren Erwartungen.

Da aber die Topologie der Hot Box sehr gut geeignet war für ein weiteres LoW-Projekt, wurde ein zweiter Anlauf genommen. Die Schwachpunkte aus dem ursprünglichen Konzept wurden beseitigt und alles an die bereits erprobte ECC99 Endstufe angepasst.

Neben den klanglichen Anpassungen wurde zudem die verfügbare Übersteuerung angepasst und deutlich gesteigert, sodass aus der "Hot Box" am Ende eine „hot rodded Hot Box" wurde oder einfacher der "Hot Lukas".

Ein Vergleich mit dem Schaltplan der original "Hot Box" zeigt, dass die Klangstellung erweitert und ihre Effektivität erhöht wurde. Anstatt eines Kathodenfolgers wurde das letzte System der zweiten 12AX7 in einen Kathodyn Phaseninverter umfunktioniert, der dann wiederum eine ECC99 als PP-Endstufe antreibt. Es sind auch hier andere Röhren als die ECC99 möglich, um z. B. die Leistung noch weiter zu verringern, aber die Verwendung der ECC99 wird wärmstes empfohlen.

 

 Der Clean-Kanal, den es bei der "Hot Box" gibt wurde letztendlich eingespart. Zum einen aus Platzgründen und zum anderen wegen dem zu deutlichen Lautstärkesprung, der sich zwischen beiden Kanälen zeigte. Zwar wären Anpassungen möglich, aber zu Lasten des Overdrives. Daher haben wir uns entschlossen anstatt dem Clean-Kanal einen Boost zu integrieren, welcher zwischen dem ersten und zweiten Triodensystem sitzt und per Fußschalter ein und ausgeschaltet werden kann (Schalter, KEIN TASTER). Genau genommen ist es kein Boost sondern eine Dämpfung welche im ausgeschalteten Zustand des Boosts einen Teil des Signals gegen Masse zieht, wodurch der Overdrive reduziert wird. Ohne Fußschalter hingegen ist der Boost immer aktiv. Eine sehr simple aber auch sehr effektive Lösung, zumal der Lautstärkeunterschied zwischen den beiden Schaltzuständen eher gering, der Unterschied an Übersteuerung aber doch sehr deutlich ist.


Der Sound des "Hot Lukas" wird in erster Linie die Freunde des gepflegten Overdrives ansprechen. Der Amp lässt sich durch die erweiterte Ton-Regelung von warmem Blues-Overdrive bis zu hartem British Drive vielseitig einstellen und verträgt sich sowohl mit Strat und Tele als auch mit den Paulas und SGs dieser Welt hervorragend. Clean hingegen ist nicht die Stärke dieses Amps, aber das ist auch ganz klar nicht die Zielsetzung bei der Konzipierung des Verstärkers gewesen. Der Hot Lukas macht am meisten Freude, wenn er mit vollem Gain und outputstarken Pickups gespielt wird.

Ressourcen
Warnung !

Vorsicht beim Nachbau. Auch wenn dieser Verstärker nicht viel Leistung hat so arbeitet er dennoch mit Spannungen die Gefahr für Haut und Haar darstellen können, weshalb sich dieser Verstärker NICHT als Anfängerprojekt eignet !
Das Lesen und Verstehen von Schaltplänen, der Umgang mit Meßgeräten sowie grundlegenden Erfahrungen mit Spannungen über 60 V sollten als Voraussetzung für den erfolgreichen Auf- und Nachbau vorhanden sein.

Amp Inside