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Einführung

Für die Erstellung von kundenspezifischen Frontblenden, Logos und ähnlichen Beschriftungen verwenden wir eine moderne Laser-Gravieranlage. Damit ist eine effektive Auftragsbearbeitung bei zugleich sehr hoher Beschriftungsqualität möglich.
Das Einzige, das der Kunde noch tun muss, ist die Daten korrekt zu erstellen, sodass diese vom Laser problemlos und richtig verarbeitet werden können.
Das hört sich sicherlich erst einmal sehr kompliziert an, ist es aber nicht.

Für die Erstellung der "Daten" muß ein Vektor-Zeichenprogramm verwendet werden wie z.B. Corel Draw (kommerziell) oder Inkscape (Opensoure, frei).

Die Grundlagen

Beim Laser werden im Prinzip zwei Modi unterschiedenen:

  • Gravieren: Hier wird durch den Laserstrahl oberflächlich Material verdampft und Strukturen wie z.B. Wörter oder auch Grafiken werden sichtbar
  • Schneiden: Hierbei wir das Material entlang einer in den Daten vorgegebenen Linie durch geschnitten, sodass neben der passenden Beschriftung auch die passenden Ausbrüche auf der Frontblende vorhanden sind.

Die Unterscheidung, oder besser gesagt die Ansteuerung des Lasers, zum Beschriften oder zum Schneiden erfolgt über die Linienstärke. Alle Linien, die eine Linienstärke kleiner 0,15 mm aufweisen, werden als Schnittlinien definiert, die dem Laser sagen "hier schneiden". Linienstärken größer 0,2 mm oder auch Schriften signalisieren dem Laser "hier gravieren".

Ein kleines Beispiel zeigt die erste Abbildung als Ausschnitt einer Frontblende:


Der Wort "Power" ist als Schrift in den Daten enthalten und wird somit graviert und zwar genau dort, wo die Buchstaben sind !

Logisch ? Ja, schon, aber dennoch haben viele Leute in der Praxis an dieser Stelle ein Verständnisproblem, wenn sie eine schwarze Frontblende mit weißer Schrift wollen. Denn um dies zu erreichen muss das schwarz-weiße Basismaterial ausgewählt werden, bei dem dann die schwarze Oberfläche an der Stelle, an der die Buchstaben stehen, verdampft  wird und das Wort "Power" nach der Bearbeitung in weiß zu sehen ist. Daher muss dort, wo die weisse Schrift zum Vorschein kommen soll eine schwarze Schrift verwendet werden und zwar schwarz im RGB Modus. Das ist wichtig, da nur dann die Schrift auch komplett frei graviert wird.

Die dicke schwarze Linie - ebenfalls RGB schwarz - mit den abgerundeten Ecken hat eine Linienstärke von 2 mm und wird somit graviert. Wäre die Linienstärke kleiner 0,15 mm, dann hätte man ein Problem, denn der Laser würde diese Linine dann nicht gravieren sondern schneiden.

Geschnitten werden soll aber an anderer Stelle: zum Einen die beiden Bohrungen unter dem Wort "Power" und die beiden Bohrungen rechts und zum Anderen die Frontblende selbst. Dies wird mit der roten, rechteckige Form erreicht, welche Zugleich auch die Grösse der Blende eindeutig definiert. Diese Schnittlinien sind im Beispiel rot eingezeichnet. Das müssen sie zwar nicht, aber es vereinfacht die Bearbeitung, da schnell ersichtlich ist wo geschnitten werden soll. Viel wichtiger ist die Linienstärke weniger als 0,15 mm. Schnittlinine ! In CorelDraw empfiehlt sich die "Haarlinine" als Strichstärke zu verwenden.

Und das ist auch schon das ganze Geheimnis !

Stolperfallen ?

Natürlich gibt es auch Stolperfallen, sonst wäre die Sache doch viel zu einfach. Ein Beispiel zeigt die zweite Abbildung mit den zwei Sternen:


Auf den ersten Blick würde man denken, dass beide Sterne graviert und dann die Blende entlang der roten Linie ausgeschnitten wird. Das stimmt grundsätzlich aber der rechte Stern wird ebenfalls ausgeschnitten.
Warum ? Wenn man genau hinsieht, erkennt man eine dünne, rote Linien die um den Stern vorhanden ist und zudem eine geringere Stärke als 0,15 mm hat. Somit wird dem Laser gesagt, dass an dieser Linie entlang geschnitten werden soll.

Die Linie könnte auch schwarz sein, aber würde dennoch geschnitten werden, denn die Farbe selbst hat keine Auswirkung (die roten Schnittlinien dienen nur als Hilfsmittel für eine bessere Übersicht). Daher sind alle Objekte immer ganz genau zu prüfen, ob neben der ausgefüllten Fläche nicht doch noch eine Außenlinie vorhanden ist, welche dünner als 0,15 mm ist, denn sonst wird aus dem gravierten Objekt ein ausgeschnittenes Objekt. Die Linienstärke auf mindestens 0,2 mm ändern und dann passt alles.

Tipp

Wer mit Inkscape oder CorelDraw (noch) nicht klar kommt und auch niemanden kennt, der die Zeichenarbeit übernehmen kann, so sollte man sich auf YouTube begeben, dort gibt es zahlreiche Video-Tutorials zu Inkscape und CorelDraw, welche einen schnellen Einstieg in eines der beiden Programme ermöglichen.

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